Die Kompanie

Chronik

der

Gebirgsschützenkompanie  Prien

 

Der Markt Prien hat eine bewegte Geschichte. Als Hauptort der Herrschaft Wildenwart war Prien kurz nach 1500 im Landshuter Erbfolgekrieg schweren Verwüstungen ausgesetzt. Zur Sicherung des Chiemgau wurden damals von Kaiser Maximilian mehrere Landsknechthaufen in Prien und Rimsting stationiert. Nach der Plünderung der Burg Wildenwart am 27. August 1504 durch die kaiserlichen Hauptleute Sixt Trautson und Jörg von Niederthor unternahmen die Landfahnen des Gerichts Wildenwart einen Gegenstoß. Sie überfielen die kaiserlichen an der Sims und brachten diesen erhebliche Verluste bei.

 

Das Jahr 1552 ist sodann die Geburtsstunde der Priener Schützen.

Von ihnen gibt es noch eine Schützenchronik aus dem Jahr 1617. Prien wurde Gott sei Dank im Dreißigjährigen Krieg von der Kriegsgeißel verschont. In den Julitagen des Jahres 1704 überschwemmten die kaiserlichen Truppen, Husaren und Kroaten, von Sachrang gegen Aschau ziehend, den ganzen Chiemgau.

 

An dem Oberländer Bauernaufstand 1705 waren die Priener aus Furcht vor Vergeltungsmaßnahmen, die die Einwohner des Marktes durch den kaiserlichen General Graf Guttenstein zur Genüge erfahren hatten, nicht beteiligt.

 

1740 bis 1745 hören wir von manchen Grenzgefechten, in welche die Priener Schützen verwickelt waren.

Nach der Tiroler Erhebung 1809 wurden die Gebirgsschützen, wie sie nunmehr amtlich hießen, kaum mehr gebraucht. Im Jahre 1826 gehörte die Gebirgsschützenkompanie Prien am Chiemsee mit immerhin 44 Schützen noch zum Landwehrbataillon Rosenheim. Im Mai 1868 erfolgte die Selbstauflösung der Kompanie.

 

Am 14. April 1961 wurde in Anwesenheit der Landeshauptmannschaft mit dem Landeshauptmann Hagen-Sternecker die erste Hauptmannschaft gewählt mit den Herren: Obmann Georg Wörndl, Hauptmann Ferdl Hacker, Oberleutnant Adolf Ziereis, Leutnant Hermann Hartinger, sowie den Beisitzern Bürgermeister Adolf von Bomhard, Bürgermeister Kronast von Greimharting, Schützenmeister Alfons Eifertinger der Feuerschützengesellschaft Prien und Otto Glas.

 

Für die wiedergegründete Gebirgsschützenkompanie Prien begann ab 1961 eine große Zeit des Aufbruchs mit vielen Aktivitäten.

Unter Siegfried Stein begann man 1966 mit dem Aufbau des Jugend-Spielmannszuges, der heute unter Federführung von Tambour Helmut Schmidt und seinen Helfern bestens ausgebildet wird und gute Leistungen erbringt. Im Mai 1966 trat Hauptmann Ferdl Hacker zurück. Als Nachfolger wurde Hermann Hartinger gewählt, der sich 1985 nicht mehr zur Wahl stellte und zum Ehrenhauptmann ernannt wurde. Ab Mai 1985 bis Januar 1993 führte Helmuth Steindlmüller die Kompanie. 1993 übernahm Hans Schuderer das Kommando und führte die Kompanie 10 Jahre bis 2003. Hans Schuderer kandidierte nicht mehr und eine neue Hauptmannschaft wurde gewählt.

 

Hauptmann:

Oberleutnant/Hauptmann-Stellvertreter:

Leutnant/Schatzmeister:

Leutnant/Schriftführer:

Leutnant/Tambour-Major:

Fähnrich:

Oberjäger/Schützenmeister:

Oberjäger:

 

Rudolf Holthausen

Paul Panzer

Thomas Filberth

Walter Vogl

Helmut Schmidt

Gerd Drechsler

Josef Kirner

Manfred Ritter

 

Ein besonderes Merkmal der Kompanie ist, daß sie nicht nur von der Erhaltung des historischen, kulturellen und christlichen Erbes der Heimat spricht, sondern sich auch tatkräftig dafür einsetzt.

 

Derzeit umfasst die Kompanie:

43

3

24

115

185

 

aktive Schützen

Marketenderinnen

Spielmannszug-Mitglieder

passive Mitglieder

Gesamtmitglieder

 

Natürlich haben wir wie alle Kompanien mit mangelndem Nachwuchs für den Spielmannszug und Überalterung der Kompanie zu kämpfen.

Das wichtigste Anliegen der Gebirgsschützen in Prien ist, mit den anderen Vereinen im Ort ein gutes und kameradschaftliches Miteinander zu pflegen und auch im kameradschaflichen Geist präsent zu sein.

 

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