Priener Gebirgsschützen feierten 60. Wiedergründungfest

Ursprünglich war die Weihe der neuen Fahne in 2020 vorgesehen, jedoch Corona hatte es nicht ermöglicht und verhinderte auch in 2021 das Fest zur 60. Wiedergründung der Kompanie. Beide Anlässe konnten nun zusammengelegt Ende April gefeiert werden.

Kompaniepfarrer Josef Steindlmüller feierte in der Priener Pfarrkirche den Festgottesdienst und weihte die neue Fahne.

Wenn auch die Feier aus bekannten Gründen nur im engen Rahmen geplant war,  füllte sich die Kirche mit der Landeshauptmannschaft, der  Bataillonsführung, den Fahnenabordnungen der 17 Kompanien des Bataillons Inn/Chiemgau, den befreundeten Kompanien aus Waldmünchen, Obermais-Meran und den Priener Ortsvereinen.

In seiner Predigt ging Pfarrer Josef Steindlmüller der extra aus Olching in seinen Heimatort kam, auf die Wiedergründung 1961 ein und verwies auf die Wurzeln der Kompanie, die seit 1552 existieren und auf die vielen Überlieferungen, um das Bewusstsein für die Zukunftsgestaltung zu schärfen.

Die Festversammlung im Priener Trachtenheim zeigte sehr deutlich, wie stark die Priener Kompanie mit Gleichgesinnten über die Grenzen verbunden ist. Hauptmann Rudolf Holthausen konnte viele Ehrengäste begrüßen, darunter 1. Bürgermeister Andreas Friedrich, der erstmals in der Schützenmontur auftrat.

Oberleutnant Sepp Kirner ging in seinem Festvortrag auf die unzähligen Begegnungen in den letzten 60 Jahren ein. Immer war die jetzt „alte Fahne“ dabei, ob in Nord, Ost, Süd- und Welschtirol, sowie in Bonn, Berlin, Brüssel, Wien, Rom, Graulhet, Prien und den Chiemgau sowie deren Geschichte zu präsentieren. Sepp Kirner ergänzte als wichtigste Botschaft von Kompanie und Fahne: „Es gilt die Heimat zu bewahren, Sitten und Gebräuche zu pflegen, die Tugend der Wehrhaftigkeit zu erhalten und unseren christlichen Glauben, der der wichtigste Grundpfeiler unserer Heimat ist, an unsere Nachfahren weiterzugeben.“

Nach den Grußworten und Übergabe der Ehrengaben endete die Festversammlung mit dem nahtlosen Übergang zum obligatorischen „Zammasitzn“.